Reaktive Nuancen
Geschrieben am 21.03.2003 um 19.00 Uhr / von Otfried Nassauer


Politisch kritisiert und verurteilt haben ihn viele, den Angriff auf den Irak. Doch in welcher Form und mit welchen Konsequenzen sie es tun, das ist bemerkenswert. Das Bedauern, dass Washington der Diplomatie und den Inspektoren keine echte Chance mehr gegeben habe, überwiegt bei den westlichen, gegen den Krieg eingestellten Regierungen. Klare und deutliche Kritik, die nicht nur die unbestreitbare Tatsache erwähnt, dass dieser Krieg ohne Mandat der Vereinten Nationen geführt wird, sondern auch festhält, dass es sich um einen völkerrechtswidrigen Angriff handelt, ist da schon seltener.

Sie kommt vor allem von Russland, China und einigen anderen. Noch seltener sind Reaktionen, in denen Konsequenzen angekündigt oder gezogen werden. Und die kommen überraschenderweise vor allem von kleineren Staaten: So hat Belgien schon vor einigen Tagen angekündigt, es werde in einem solchen Fall sein Staatsgebiet und seinen Luftraum für den Nachschubtransport ins Kriegsgebiet sperren. Die Schweiz hat gestern nachgezogen und zudem ein Waffenembargo gegen die kriegführenden Nationen verkündet.

Apropos Waffenembargo: Liefert Berlin eigentlich unbeeindruckt weiter? Gegenteiliges ist bislang nicht bekannt geworden.

 

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